| Ordung: | Primaten |
| Unterordung: | Haplorrhini |
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| Gattung: | |
| Art: |
Catarrhini - Altweltaffen, Schmalnasenaffen
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Vor etwa 40 Millionen Jahren trennte sich die Linie der Neuweltaffen von der Linie der Altweltaffen. Die nächsten Unterteilungen erfolgten dann jeweils vor etwa 25 Millionen Jahren mit der Abspaltung der Gibbon-Linie und vor etwa 18 Millionen Jahren mit der Abspaltung der Menschenaffen und Menschen.
Die Catarrhini lassen sich bis ins Eozän zurückverfolgen (Pondaungia, Amphipithecus - beide Burma), aus dem fühen Oligozän stammen Funde aus der unterägyptischen Fayum-Senke. Heute ist dieser Landstrich eine trockenheiße Wüste, zur Zeit des Oligozäns herrschte dort jedoch subtropisches Klima vor. Die dort gefundenen Catarrhini werden den drei Familien Parapithecidae (mit Parapitheus, Apidium und Qatrania), Oligopithecidae (mit Catopithecus und Oligopithecus) und Propliopithecidae (mit Propliopithecus und Aegyptopithecus) zugeordnet. Die Fayum-Formen zeigen viele ursprüngliche Merkmale, die Propliopitheciden könnten gemeinsame Vorläufer der Cercopithecoidea und der Hominiodea sein. Die Parapitheciden und die Oligopitheciden stehen möglicherweise dem Ursprung aller Catarrhinen nahe.
Die Analyse der Skelettreste aus Fayum lässt vermuten, dass diese Primaten vor allem baumlebende Früchtefresser waren, wie etwa der gut erhaltene Catopithecus, eine relativ kleine Form, die sich vermutlich von Früchten und Insekten ernährte. Die kleinen Augenhöhlen deuten auf eine tagaktive Lebensweise hin. Dies passt gut zu den recht kleinen Foramina infraorbitalia (kleine Öffnungen im Schädel vor der Augenregion), die darauf hinweisen, dass die taktilen Sinneshaare an der Schnauze, wie bei den höheren Affen, nur gering ausgebildet waren.
Erste Cercopithecoidea (Hundsaffen) aus dem frühen Miozän Ägyptens und Lybiens
Im Mai 2005 wurden drei neue Fossilien von Catarrhini in den Bugti Hills (Pakistan) entdeckt. Diese Hügelformationen bergen viele Geheimnisse in Bezug auf die Evolution der Primaten. So führte die 2001 gemachte Entdeckung des Bugtilemur zu der Annahme, dass z.B. die Lemuren nicht aus Afrika sondern aus Asien stammen. Die neuen Funde mit den Namen Bugtipithecus inexpectans, Phileosimias kamali, und Phileosimias brahuiorum können rund 30 Millionen Jahre zurück bis ins Oligozän datiert werden. Es waren kleine lemurenähnliche Trockennasenaffen, die im tropischen Regenwald zuhause waren. Möglicherweise handelt es sich bei den Funden um Seitenlinien von Eosimias.
Andere, neue Fossilien aus Asien, die man möglicherweise den Catarrhini zuordnen kann, stammen aus China, Thailand und Burma.
