| Microsyopidae | |
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| Zeitraum: | frühes Paläozän bis spätes Eozän |
| Gewicht: | 20 - 3.300 g |
| Verbreitung: | Nordamerika, Europa |
| Gattungen: | Navajovius Niptomomys Uintasorex Microsyops Arctodontomys Craseops Megadelphus Choctawius Alveojunctus |
| Systematik | |
Die Mitglieder der Familie Microsyopidae gehören zu den primitivsten Primaten. Einige Wissenschaftler sind der Meinung, dass einige Gattungen lediglich als "primatenähnliche Insektenfresser" klassifiziert werden sollten.
Microsyopidae waren eine sehr erfolgreiche Familie, deren Arten in Nordamerika und Europa mindestens vom mittleren Paläozän bis ins späte Eozän lebten. Sie sind in ihrer Erscheinung relativ vielfältig und umfassen sowohl die kleinsten aller bekannten Primaten von der Größe einer Spitzmaus, als auch die größten frühen Primaten von der Größe eines Waschbären.
Microsyopidae teilen mit den Plesiadapiformes die primatenähnlichen Gebissmerkmale und sie sind relativ konservativ, da sie eine recht primitive Gebissmorphologie während ihrer gesamten Entwicklungsgeschichte beibehalten haben. Alle Microsyopidae haben im Unterkiefer schmale, lanzettenähnliche mittlere Schneidezähne, die sie von anderen Familien unterscheiden.
In Bezug auf den Schädel weisen Microsyopidae die primitivsten Säugetiermerkmale auf, denn sie zeigen eine verwirrende Mischung aus primatenähnlichen und nicht-primatenähnlichen Merkmalen. Die bekannteste Gattung ist Microsyops. Deren arterielle Schädelmerkmale erinnern eher an heute lebende Primaten, jedoch ist die Gehörregion primitiver.
Bei Microsyops und Craseops ist die Zahnformel reduziert, aber die gesamte Schädelform ist ähnlich. Microsyops fehlt die Bulla [?] des Mittelohrs, jedoch ist unklar, ob die Tiere eine aus Knorpel gebildete Bulla hatten oder eine, die durch einen separaten Mittelohrknochen geformt wurde.
Eine andere spezialisiertere Gruppe aus der Familie der Microsyopidae ist die Unterfamilie Uintasoricinae, bei der viele Forscher skeptisch sind, ob sie überhaupt zu den Primaten gehören oder nicht. Sie besteht aus den kleinen, spitzmausgroßen Gattungen Alveojunctus und Choctawius aus dem Paläozän und Eozän Nordamerikas und Frankreichs und Niptomomys und Uintasorex aus dem Eozän des westlichen Nordamerikas. Diese vier Gattungen teilen die lanzettähnlichen Schneidezähne der anderen Mitglieder der Familie Microsyopidae, aber ihr Gebiss weist kleine dritte Molare und relativ breitere Talonide und kleinere Trigonide bei den unteren Molaren auf. Ihre Zähne deuten auf weiche Nahrung aus Früchten, Harzen und anderen Baumsäften oder Nektar hin.
Eine weitere kleine Gattung aus der Familie Microsyopidae aus dem westlichen Nordamerika ist Tinimomys aus dem frühen Eozän. Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich dabei um den kleinsten bekannten Primaten, der nicht mehr als 30 g schwer wurde. Seine Molaren ähneln denen der eher konservativen Gattungen der Microsyopidae, unterscheiden sich aber durch ihre großen hinteren Prämolaren (P4) im Unterkiefer. Wegen seiner geringen Körpergröße und seiner Backenzähne mit sehr spitzen Höckern scheint sich Tinimomys sind die Spitzen mehr abgerundet, was eher auf die Ernährungsgewohnheiten eines Allesfressers hindeutet.
[1] MacPhee et al., 1983
