| Paracolobus | |
![]() |
|
| Zeitraum: | Pliozän |
| Verbreitung: | Ostafrika |
![]() |
|
| Paracolobus chemeroni, diese Skelettnachbildung ist im American Museum of Natural History" in New York zu sehen. Lizenz: gemeinfrei | |
| Arten: | P. chemeroni P. mutiwa Paracolobus sp. |
| Schwestertaxa | Cercopithecoides Dinopithecus Libypithecus Gorgopithecus Paradolichopithecus Parapapio Procynocephalus Rhinopithecus Cercopithecinae Colobinae |
| Systematik | |
Paracolobus ist der Gattungsname eines ausgestorbenen Primaten aus der Familie Cercopithecidae innerhalb der Überfamilie Cercopithecoidea (Teilordnung Catarrhini), der im Pliozän in Afrika verbreitet war.
Paracolobus wog vermutlich mehr als 30 kg. Es gibt einige Arten aus dem Pliozän des östlichen Afrika. Paracolobus hat ein längeres Gesicht und tiefere Kiefer als z. B. sein Verwandter Cercopithecoides. Das Gebiss ähnelt heutigen Mitgliedern der Unterfamilie Colobinae (innerhalb der Familie Cercopithecidae), was auf eine weitgehend folivore Ernährung hindeutet. Paracolobus hat einen Intermembral-Index von 92, ähnlich dem der heutigen Nasenaffen oder roten Stummelaffen. Das Skelett zeigt, dass Paracolobus wahrscheinlich ein Baumbewohner war, der sich vierbeinig fortbewegte.
Laetoli ist berühmt für seine in Vulkanasche konservierten Fußabdrücke von Australopithecus afarensis, doch es sind auch mehrere Spuren von cercopithecoiden Affen und anderen Tieren bekannt (Leakey, 1987). Skelton (1990) hat vorgeschlagen, dass eine Spur mit einem kurzen Daumenabdruck (nach Leakey & Hay, 1979) vermutlich von Paracolobus sp. stammt. Wenn das richtig ist, dann wäre Paracolobus zumindest gelegentlich terrestrisch gewesen.
Der Schädel der langschnäuzigen Paracolobus Arten ähnelt der Gattung Libypithecus, da beide eine Reihe von primitiven cercopithecoiden Merkmalen beibehielten.
M. D. Leakey. 1987. Introduction. In: Laetoli - a Pliocene Site in Northern Tanzania. Ed. M. D. Leakey & J. M. Harris, pp. 1-22. Clarendon Press. Oxford
M. D. Leakey, R. L. Hay. 1979. Pliocene footprints in the Laetolil Beds at Laetoli, Northern Tanzania. Natur 287:317-323
J. G. Fleagle. 1988. Primate Adaptation and Evolution. Academic Press, San Diego.
R. R. Skelton. 1990. Beneath the surface: the promise and problems of the Laetoli site. American Journal of Primatology, 20:57-62
