| Macaca | |
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| Zeitraum: | spätes Miozän bis heute |
| Verbreitung: | Nordafrika, Europa, Asien |
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| Der Rhesusaffe ist ein typischer Vertreter der Makaken. Foto: © Paul and Jill Lizenz | |
| Art: | M. robusta M. majori M. sylvanus M. s. florentina Macaca sp. |
| Schwestertaxa | Cercocebus Papio Theropithecus |
| Systematik | |
Macaca ist der Gattungsname einer Reihe von ausgestorbenen und heute existierenden Primaten aus der Unterfamilie Cercopithecinae, Tribus Papionini (Familie Cercopithecidae, Überfamilie Cercopithecoidea, Catarrhini).
Die Mitglieder der Gattung Macaca sind heute die am weitesten verbreiteten, nichtmenschlichen Primaten. Ihre Lebensräume erstrecken sich von Nordafrika und Gibraltar im Westen Europas bis nach Japan und den Philippinen im Osten Asiens. Fossile Makaken waren noch weiter verbreitet, besonders in Europa und Nordafrika.
Die frühesten Makaken stammen von spätmiozänen oder frühpliozänen Fundorten in Algerien, Libyen und Ägypten und sind nur durch einzelne Zähne bekannt. Macaca prisca aus dem frühen Pliozän im Süden Frankreichs ist der früheste fossile Cercopithecine in Europa.
Im späten Pliozän waren Makaken in weiten Teilen Nordafrikas und Europas (u.a. Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und den Balkanstaaten) weit verbreitet, und in der Mitte des Pleistozäns erstreckte sich ihr Verbreitungsgebiet von Großbritannien und Süd-Russland bis in den Mittleren Osten.
Die meisten dieser fossilen Populationen kann man (anhand der Gebissmerkmale) kaum vom heute lebenden Berberaffen (M. sylvanus) aus Gibraltar und Nordafrika unterscheiden. Der auffälligste fossile Makak aus dem Pliozän war der "Zwergmakak" (M. majori) von der Insel Sardinien, dessen Gebiss um etwa 5 bis 10 Prozent kleiner war als bei lebenden Arten.
Die frühesten asiatischen Makaken stammen aus dem Pliozän und wurden im nördlichen Indien und in Pakistan gefunden. Makaken waren über die meiste Zeit des Pleistozäns auch relativ häufig in China und Südostasien. Die am besten bekannte asiatische Art ist Macaca anderssoni (= M. robusta), die ursprünglich anhand von fossilen Zähnen aus chinesischen Apotheken identifiziert wurde und später in Nordchina bei Zhoukoudian zusammen mit fossilen Menschen (Homo erectus) gefunden wurde. Die meisten der fossilen Makaken aus Asien sind nur durch isolierte Zähne bekannt, die nicht eindeutig von heute lebenden Arten unterschieden werden können.
Obwohl sie ziemlich häufig und weit verbreitet waren, sind die meisten fossilen Makaken den heute lebenden Gattungen auffallend ähnlich. Die Gattung Macaca hat also während der letzten 5 Millionen Jahre eine sehr konservative Morphologie beibehalten (Delson & Rosenberger, 1984).
