| Colobinae | |
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| Zeitraum: | spätes Miozän bis heute |
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| Der Nasenaffe gehört zur Unterfamilie Colobinae. Foto: canorus, flickr.com, Lizenz | |
| Gattungen: | Colobus Dolichopithecus Mesopithecus Rhinocolobus |
| Schwestertaxa: | Cercopithecoides Dinopithecus Gorgopithecus Libypithecus Paracolobus Paradolichopithecus Parapapio Procynocephalus Rhinopithecus Cercopithecinae |
| Systematik | |
Colobinae ist der der Name einer Unterfamilie von Primaten innhalb der Familie Cercopithecidae (innerhalb der Überfamilie Cercopithecoidea, Catarrhini).
Im Gegensatz zu den fossilen Cercopithecinen, die alle den heutigen Gattungen relativ ähnlich sind, sehen viele fossile Colobinen aus Ablagerungen des Miozäns, Pliozäns und Pleistozäns ganz anders aus als heute lebende Taxa. Ihre Fossilien beweisen, dass sie geographisch weiter verbreitet waren und sich ökologisch vielfältig angepasst hatten.
Der älteste eurasische Colobine ist Mesopithecus, den man an vielen miozänen und pliozänen Fundstellen in Zentral- und Südeuropa ausgegraben hat. Ein Verwandter von Mesopithecus ist Dolichopithecus, der aber eine längere Schnauze hat und und größer ist.
Fossilien von asiatischen Colobinen sind kaum bekannt. Es gibt ein paar wenige Exemplare, die man vorsichtig der Gattung Presbytis zugewiesen hat, jedoch ist recht wenig über ihre Anatomie oder ihre Gewohnheiten bekannt. Viele heute noch lebende Gattungen, darunter Rhinopithecus und mehrere Arten von Presbytis, sind aus pleistozänen Ablagerungen in China, Indien und den Inseln des Sunda Shelfs bekannt.
Leider bieten diese Überreste nur wenig Informationen über die Geschichte der Colobinae, außer dass sie die frühe Präsenz dieser modernen Gattungen und Arten in diesen Teilen der Welt dokumentieren.
Im Gegensatz zu Asien hat man in Afrika hat eine Fülle von fossilen Colobinen gefunden, deren Anwesenheit im späten Miozän beginnt und sich über das Pliozän bis ins Pleistozän erstreckt. Während dieser Zeit gab es eine enorme Auffächerung der afrikanischen, blattfressenden Affen, von denen viele ganz anders aussahen, als die heute lebenden Arten.
