| Victoriapithecidae | |
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| Zeitraum: | Miozän bis heute |
| Schwestertaxa: | Cercopithecidae Prohylobates |
| Systematik | |
Victoriapithecidae ist der Name einer Primatenfamilie innerhalb der Überfamilie Cercopithecoidea (Catarrhini, Altweltaffen oder Schmalnasenprimaten). Heute gehört nur noch die Gattung Victoriapithecus mit ihrem einzigen Vertreter V. mcinnesi zu dieser Familie, früher zählte man noch die Gattung Prohylobates dazu.
Die frühesten Funde von cercopithecoiden Affen stammen aus dem frühen Miozän, die man in Ablagerungen in Nord- und Ostafrika fand, aber Fossilien aus dieser Zeit sind selten. So fehlen sie an vielen, sonst ergiebigen Fundstellen und nur wenige Arten sind bekannt, die sich darüber hinaus auch sehr ähneln.
Das Fehlen von Fossilien ist wahrscheinlich ein reales Phänomen. Man glaubt, dass diese Affen zu dieser Zeit tatsächlich nicht recht häufig waren, und dass die unvollständige Fundlage darauf zurückzuführen ist.
Die Abwesenheit von Fossilien der Victoriapithecidae an miozänen Fundstellen ist schwer zu interpretieren: an einigen Orten sind die Affen bereits so zahlreich wie fossile Menschenaffen, an anderen Orten hat man überhaupt keine Überreste von ihnen gefunden. Diese unterschiedliche Häufigkeit an früh- und mittelmiozänen Fundorten scheint ihre Ursachen in unterschiedlichen Lebensräumen zu haben - die Affen sind häufiger in trockeneren, offeneren Lebensräumen.
Genau wie alle frühen Hominoiden sind auch frühe Altweltaffen aus dem Miozän viel primitiver als ihre heute lebenden, cercopithecoiden Verwandten, daher kann man sie nicht so einfach in eine der modernen Unterfamilien stellen. Vielmehr bilden sie eine eigene Unterfamilie von primitiven Affen, die Victoriapithecinen, die der Auseinanderentwicklung der modernen Colobinae (Schlank- und Stummelaffen) und der Cercopithecidae (Meerkatzen, Makaken und Paviane) voraus gingen.
