Evolution der Primaten: Gattung Hispanopithecus

Zeitraum: Miozän
Verbreitung: Eurasien
Systematik
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Hispanopithecus ist der Name einer ausgestorbenen Menschenaffenart aus der Unterfamilie Ponginae (Familie Hominidae, Überfamilie Hominoidea), die im Miozän in Eurasien verbreitet war. Der Fund stammt aus Spanien und ist ungefähr 9,7 Millionen Jahre alt.

Die Anwesenheit von sivapthecinen Menschenaffen in Europa und Asien (Hispanopthecus und Ankarapithecus, bzw. Sivapithecus und Lufengpithecus), die vor ähnlich langer Zeit wie Dryopithecus und Graecopithecus lebten, lässt vermuten, dass die eurasischen Gattungen der Unterfamilie Ponginae eine primitivere Morphologie besaßen, als ursprünglich gedacht.

Diese Behauptung wird durch die zunehmenden Entdeckungen von miozänen Menschenaffen (vor allem aus dem frühen Miozän in Afrika) gestützt, die alle Pongo-ähnliche Morphologien aufweisen. Bis vor kurzem dachten viele, dass die heutigen afrikanischen Menschenaffen für Hominoiden eine primitve Morphologie aufweisen, während Pongo eine abgeleitete Anatomie zeigt. Das Alter der pongiden Menschenaffen in Afrika sowie Eurasien stellt diese Hypothese in Frage.

D. W. Cameron. 1997. A revised systematic scheme for the Eurasian Miocene fossil Hominidae. Journal of Human Evolution 33(4):449-477

D. W. Cameron. 1999. The single species hypothesis and Hispanopithecus fossils form the Vallés Penedés basin, Spain, Z. Morph. Anthropol. 82:159-186

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