| Teilhardina | |
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| Zeitraum: | mittleres Eozän |
| Gewicht: | 28 g |
| Verbreitung: | China |
| Art: | T. asiatica |
| Systematik | |
Teilhardina asiatica ist der Name eines ausgestorbenen Primaten aus der Familie Omomyidae (Tarsiiformes, Haplorrhini). Das kleine Säugetier war im frühen Eozän in Asien verbreitet.
Das Typusexemplar hat die Nummer IVPP V12357. Dabei handelt es sich um einen teilweise erhaltenen Schädel mit dazugehörigem Unterkiefer. Aufgrund der Morphologie des Fundes glaubt man, dass Teilhardina asiatica ein baumlebender Insektenfresser war.
Der Fund stammt aus dem Upper Member der Lingcha Formation und ist zwischen 55,8 und 48,6 Millionen Jahre alt.
Teilhardina asiatica ist innerhalb der Gattung die primitivste Art. Der kleine Primat war ein winziges Tier mit geschätzten 28 Gramm Körpergewicht - etwa so schwer wie der kleinste heute lebende Primat, der Zwergmausmaki (Microcebus berthae). Im Gegensatz zu den Plesiadapiformes (außer Purgatorius) hat T. asiatica alle vier Prämolaren behalten, und zwar auf jeder Seite in der oberen und unteren Zahnreihe. Die Zahnformel 2.1.4.3/2.1.4.3 ist für Euprimaten primitiv. Die Backenzähne haben scharfe Spitzen mit gut entwickelten Scherkanten, ähnlich denen lebender Primaten, die Insekten fressen. Die geringe Größe und Anatomie der Zähne von T. asiatica deuten darauf hin, dass Insekten ein wichtiger Bestandteil der Nahrung waren. Die Augenhöhlen sind ganz und gar die eines Euprimaten - größer und mehr frontal ausgerichtet als bei allen bekannten Plesiadapiformes.
Auf der Grundlage dieser Tatsachen befürworten die Beschreiber von Teilhardina asiatica die Idee, dass die Vorfahren der Euprimaten kleine visuelle Raubtiere waren. Allerdings berichten sie, dass die Augenhöhlen des Fossils kleiner sind, als man bei nachtaktiven Primaten dieser Größe erwarten würde. Die Beschreiber schlußfolgern, dass T. asiatica wie der Vorfahre aller Euprimaten wahrscheinlich tagsüber anstatt nachts aktiv war. Eine aktuelle Studie über visuelle Photopigment-Gene bei Primaten (Tan et al. 2005) kommt zu einer ähnlichen Schlussfolgerung.
S.-Y. Ting, G. J. Bowen, P. L. Koch, W. C. Clyde, Y.-Q. Wang, Y. Wang, and M. C. McKenna. 2003. Biostratigraphic, chemostratigraphic, and magnetostratigraphic study across the Paleocene-Eocene boundary in the Hengyang Basin, Hunan, China. Geological Society of America Special Paper 369:521-535
