| Trogolemur | |
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| Zeitraum: | Eozän |
| Verbreitung: | Nordamerika, Wyoming, Nevada |
| Arten: | T. amplior T. myodes T. fragilis |
| Systematik | |
Trogolemur ist der Gattungsname dreier ausgestorbener Primatenarten, die im Eozän in Nordamerika (Wyoming und Nevada) lebten. Ihre Überreste sind zwischen zwischen 55,4 und 42,0 Millionen Jahre alt.
Trogolemur gehört mit seinen kurzen ersten Molaren (durchschnittlich 1,8 mm lang) zu den kleinsten bekannten Mitgliedern der Unterfamilie Anaptomorphinae. Der untere mittlere Schneidezahn ist stark vergrößert und sehr horizontal ausgerichtet, während I2 (falls vorhanden) - P3 sehr klein sind und flache Wurzeln besitzen. Die Frontzähne hinter den großen ersten Schneidezähnen I1 sind sitzen zusammengedrängt und überhängen einander. Der untere vierte Prämolar ist klein und hat einen schwachen Paraconid, einen schwachen oder nicht vorhandenen Metaconid, einen Protoconid, der nicht über die Zahnreihe hinausragt und einen sehr kurzen Talonid. Der Paraconid auf dem ersten unteren Molaren M1 ist ausgeprägt, jedoch klein oder nicht vorhanden auf den Molaren M2-3, wo die Trigoniden anteroposterior komprimiert sind. Der Molar M3 ist relativ lang und schmal mit einem gut entwickelten, relativ breiten Hypoconulid. Der obere Prämolar P4 hat einen deutlichen, aber niedrigen und vorne platzierten Protoconus sowie einen hohen, zentral platzierten Paraconus. Es gibt eine relativ starke Postprotocrista, die sich vom Protoconus erstreckt, der posterior ein mäßig entwickeltes trigonides Becken begrenzt. Die oberen Molare haben prominente Protoconi, ein hohes, relativ enges Postprotocingula, schwache Paraconuli und schwache bis nicht mehr vorhandene Metaconuli. Mesostyles fehlen auf allen Backenzähnen. Der Unterkiefer von Trogolemur ist vorne sehr tief, um die vergrößerten Schneidezähne I1 unterzubringen.
Link zu Trogolemur amplior
mit Fundkarte.
Link zu Trogolemur myodes
mit Fundkarte.
Link zu Trogolemur fragilis
mit Fundkarte.
W. C. Hartwig, 2002. The Primate Fossil Record (Cambridge Studies in Biological and Evolutionary Anthropology). Cambridge University Press
