Evolution der Primaten - Sivaladapidae

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Nur sehr wenige Adapiformes oder Omomyiformes haben die Übergangszeit vom Eozän zum Oligozän überlebt. Die Mitglieder der Familie Sivaladapidae sind eine Ausnahme.

Sie sind hauptsächlich aus dem späten Miozän Süd- und Ostasiens bekannt, wo sie mit drei Gattungen vertreten waren. Am bekanntesten ist die Gattung Sivaladapis, von der man nur Gebisse fand [1], die durch vollständig molariforme vierte Prämolaren und einfache dreihöckrige obere Molaren mit gut entwickelten Mesostylen gekennzeichnet sind.

Obwohl die Sivaladapiden mit den Adapiformes verwandt zu sein scheinen, sind ihre genauen Beziehungen innerhalb der Gruppe unklar. Jüngste Entdeckungen legen nahe, dass sie eng mit den Gattungen Hoanghonius und Rencunius aus dem mittleren bis späten Eozän sowie mit der späteozänen Gattung Guangxilemur in Verbindung stehen [2][3]. Alle drei sind wenig bekannte Formen aus dem Osten Chinas, und das Wissen über sie basiert auf isolierten Zähnen oder nur fragmentarisch erhaltenen Gebissen.

Hoanghonius wurde verschiedentlich zur Familie Omomyidae oder Adapidae gezählt und hat auch in Diskussionen über Herkunft der Anthropoidea (Eigentliche Affen) eine Rolle gespielt. Eine Zugehörigkeit zu den Adapiden scheint am wahrscheinlichsten, aber bis bessere Exemplare bekannt sind, bleiben die Verwandschaftsverhältnisse ungewiss.

Guangxilemur ist von einzelnen Zähnen bekannt und scheint die morphologische Lücke zwischen Hoanghonius und den miozänen Sivalapiden zu überbrücken.

Die Gattung Wailekia aus dem Eozän von Krabi, Thailand, wurde als primitiver Anthropoide beschrieben und ist möglicherweise mit Hoanghonius verwandt [2].

[1] Gingerich und Sahni, 1984; [2] Qi und Beard, 1998; [3] Marivaux et al., 2002

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