Mesopropithecus globiceps

Zeitraum: Holozän
Verbreitung: Madagaskar
Art: M. globiceps
Gewicht: 11 kg
Schädel von Mesopropithecus globiceps. © Académy Malagache.
Schwestertaxa: M. dolichobrachion
M. pithecoides
Systematik
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Mesopropithecus globiceps ist der Name einer ausgestorbenen Primatenart aus der Familie Palaeopropithecidae innerhalb der Teilordnung Lemuriformes (Strepsirhini).

Mesopropithecus globiceps wurde im Jahre 1936 entdeckt und ursprünglich in die eigene Gattung Neopropithecus gestellt (Nowak, 1999). Der Name globiceps spielt auf die vorstehende Stirn an und leitet sich von den lateinischen Wörtern globus für "Ball" und ceps für "Kopf" ab.

Reste von Mesopropithecus globiceps wurden im Süden und Westen von Madagaskar gefunden. Drei Proben der subfossilen Überreste wurden mittels der Radiokarbonmethode datiert und ergaben ein Alter zwischen 429 und 60 Jahren v. Chr. (Godfrey et al., 2010).

Ernährung

Mesopropithecus globiceps ernährte sich von Früchten, Blättern und teilweise von Samen, ähnlich wie die heute lebenden Indris (Indri Indri) (Godfrey et al., 2004).

Anatomie

Wie sein Verwandter M. pithecoides war Mesopropithecus globiceps ein kleiner bis mittelgroßer Lemur mit einem Gewicht von ca. 11 Kilogramm und einem intermembralen Index von 97 (Godfrey et al., 2010; Sussman, 2003). Die Schnauze war schmäler und das Skelett graziler als bei den anderen Arten der Gattung Mesopropithecus. Mesopropithecus globiceps ähnelte zwar M. pithecoides, war aber kleiner als dieser, so dass er den heute lebenden Sifakas wohl am ähnlichsten sah (Godfrey et al., 2010; Nowak, 1999).

Die Zähne sahen ebenfalls ähnlich aus, waren aber mit Ausnahme der kurzen unteren Prämolaren und dem verengten oberen dritten Backenzahn (M3) größer als bei den heute lebenden Sifakas. Die Länge des Schädels betrug durchschnittlich 94 mm. Obwohl die Vorderbeine heute lebenden Indriiden ähnelten, waren die Hinterbeine und das axiale Skelett (Schädel, Wirbelsäule und Rippen) stärker an eine hängende Lebensweise angepasst, so wie bei Palaeopropithecus und Babakotia (Godfrey et al., 2010).

Nowak, R.M. (1999). "Family Palaeopropithecidae: Sloth Lemurs". Walker's Mammals of the World (6th ed.). Johns Hopkins University Press. pp. 89–91. ISBN 0-8018-5789-9.

Godfrey, L.R.; Jungers, W.L.; Burney, D.A. (2010). "Chapter 21: Subfossil Lemurs of Madagascar". In: Werdelin, L.; Sanders, W.J., eds (2010). Cenozoic Mammals of Africa. University of California Press. ISBN 978-0-520-25721-4.

Sussman, R.W. (2003). Primate Ecology and Social Structure. Pearson Custom Publishing. ISBN 978-0-536-74363-3.

Godfrey, L.R.; Semprebon, G.M.; Jungers, W.L.; Sutherland, M.R.; Simons, E.L.; Solounias, N. (2004). "Dental use wear in extinct lemurs: evidence of diet and niche differentiation" (PDF). Journal of Human Evolution 47 (3): 145–169. doi:10.1016/j.jhevol.2004.06.003. PMID 15337413. http://www.clas.ufl.edu/users/krigbaum/proseminar/Godfrey_etal_2004_JHE.pdf.

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