| Komba | |
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| Zeitraum: | frühes Miozän |
| Verbreitung: | Afrika |
| Art: | K. minor K. robusta K. winamensis |
| Systematik | |
Komba ist der Name von drei ausgestorbenen Primatenarten aus der Familie Galagidae innerhalb der Überfamilie Lorisoidea (Strepsirrhini).
Ihre Überreste werden auf das frühe Miozän datiert und wurden in Afrika gefunden.
Harrison (2010) beschreibt zusätzlich zu den drei bisher anerkannten Arten von Komba die neue Spezies Komba walkeri, basierend auf frühmiozänen Fossilien von Rusinga und Mfangano. Walker (1974, 1978) hat bereits darauf hingewiesen, dass sich die unteren Backenzähne von Komba robustus aus Rusinga und Mfangano von Komba minor von der Typlokalität Songhor, Kenia durch etwas größere und relativ breitere untere Backenzähne mit weniger hohen Höckern unterschieden.
Diese und weitere Merkmale des Gebisses und des Unterkiefers sind nach Harrison (2010) ausreichend, um eine eigene Art anzuerkennen. Die meisten frühmiozänen Fundstellen brachten jeweils zwei Arten von Komba hervor, die allgegenwärtige Art Komba minor zusammen mit entweder Komba robustus oder Komba walkeri. Ebenso koexistierte Komba winamensis aus dem mittleren Miozän von Maboko mit einer anderen kleinen Art aus der Familie Galagidae. Die Unterschiede in Größe und Zahnmorphologie zwischen koexistierenden Paaren von Arten deuten auf eine Aufteilung der Ernährungsgrundlagen, wobei sich die kleineren Spezies wohl auf Insekten spezialisiert hatten.
Komba teilt eine Reihe von abgeleiteten Merkmalen mit heute lebenden Mitgliedern der Familie Galagidae. Dazu gehören beispielsweise eine aufgeblasene Gehörkapsel oder ein länglicher dritter Prämolar mit einem kleinen Paraconus. Dazu kommen mehrere Merkmale des Oberschenkels, die man sonst nur noch bei heutigen Galagiden findet: ein zylindrischer Oberschenkelkopf, ein gerader Schaft und ein mediolateral schmales und längliches distale Ende (Gebo, 1989).
Allerdings sind heute lebende Galagidae in vieler Hinsicht fortschrittlicher als Komba, dazu gehören Merkmale wie der mehr liegend ausgerichtete Zahnkamm, ein im Vergleich zu M2 reduzierter M3 oder ein stark verlängertes Fersenbein (Kalkaneus), das in einem vorderen Synovialgelenk mit dem Kahnbein artikuliert.
A. C. Walker. 1974. A review of the Miocene Lorisidae of East Africa; pp. 435–447. in R. D. Martin, G. A. Doyle, and A. C. Walker (eds.), Prosimian Biology. Duckworth, London.
A. C. Walker. 1978. Prosimian primates; pp. 90–99 in V. J. Maglio and H. B. S. Cooke (eds.), Evolution of African Mammals. Harvard University Press, Cambridge.
M. L. McCrossin. 1992. New species of bushbaby from the Middle Miocene of Maboko Island, Kenya. American Journal of Physical Anthropology 89:215-233
T. Harrison. 2010. Later Tertiary Lorisiformes. In: L. Werdelin & W. J. Sanders (eds.), Cenozoic mammals of Africa, pp. 333-349, Berkely: University of California Press.
